“Ich kann das nicht” – Selbstportrait intuitiv mit Aquarellfarbe malen

Wir alle befinden uns gerade in einer Zeit des Wandels. Veränderungen auf vielen Ebenen, sowohl privat als auch beruflich. Es tauchen Fragen auf, die wir zu oft vor uns weg geschoben oder verdrängt haben.

Die Frage nach uns selbst. Wer bin ich? Was will ich eigentlich wirklich? Ist das wirklich mein Weg, oder bin ich auf Zehenspitzen unterwegs, nur um die Wünsche und Erwartungen anderer (meiner Eltern) zu erfüllen?

Ich beschäftige mich viel mit diesem und ähnlichen Themen. Meine Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität nehme ich sehr ernst und merke täglich, mit wie vielen limitierenden Glaubenssätzen ich konditioniert wurde. Von Eltern, Lehrern, Freunden und Fremden… Menschen, die meine Wünsche und Träume klein geredet haben, weil sie es sich in ihrer Welt nicht vorstellen konnten.

Unsere Glaubenssätze können uns
beflügeln oder in einen Käfig sperren.
Je nach Ausrichtung!

Vielleicht fragst du dich jetzt, was meine intuitiv gemalten Selbstportraits mit zwei meiner tiefsitzenden Glaubenssätzen zu tun haben. Mir wurde immer wieder gesagt, oder auch durch Desinteresse und Ignoranz gezeigt, dass ich nicht gut genug bin um eine Künstlerin zu sein.

Die Künstlerin in mir wurde schon von Kind auf genährt, mein Lebenslauf ist ein einziger roter Faden durch verschiedene künstlerische bzw. gestalterische Tätigkeiten und Ausbildungen. Gleichzeitig bildete sich auch immer wieder ein Käfig aus Unverständnis, Ignoranz und Spott.

Ein Beispiel ist, dass ich nach der Schule gerne Kunsttherapie studiert hätte. Habe ich aber nicht, da ich niemanden enttäuschen wollte. Heute empfinde ich es als verrückt, dass ich manche Entscheidungen im Leben von den Vorstellungen meiner Familie oder auch Freunden abhängig gemacht habe.

Die zwei Glaubenssätze, die mich am tiefsten prägten und insbesondere als Künstlerin zurückhielten, sind diese:
• Ich bin nicht gut genug!
• Ich kann nicht malen!

Wenn du weißt wer du bist,
kannst du, was du willst.

An dieser Stelle werde ich nicht darauf eingehen, wie ich diese und weitere negativen Glaubenssätze entdeckt habe, oder wie ich daran arbeite, sie ins Positive zu transformieren. Das wäre eine Reihe an Blogartikeln oder sogar Videos wert. Doch ich möchte dir gerne mitgeben, dass du alles in dir trägst, was dich schon seit jeher ruft!

Du allein entscheidest, wer du sein willst! Nur du kannst all deine wunderbaren, bunten Facetten leben und mit deinen Ideen die Welt, auch im Kleinen, verändern.

In meinem Fall wurde mir immer wieder gesagt, dass ich nicht malen kann. Nur weil ich mich der Welt der realistischen Zeichnungen oder Formgestaltung nicht wirklich hingeben konnte. Meine künstlerische Welt ist viel intuitiver, aus dem Moment und der Emotion heraus. Dafür muss ich kein Gesicht bis zur Perfektion zeichnen können. (Wobei ich an der Stelle kurz erwähnen möchte, dass ich es unglaublich finde wenn das jemand kann! Große Klasse!)

Die vielen Male, die mir gesagt wurde, dass ich nicht gut genug sei, waren im Grunde nur eine Randinformation, dass ich eben nicht so malte wie sich das andere vorstellten. Meine Lehrer fanden das Blau zu blau oder den Bleistiftstrich zu kritzelig für ihren Geschmack. Es war deren Empfindung, nicht meine.

Und trotzdem schafften sie es, dass ich mich teilweise aufgab. Ich bin froh, dass ich vor ein paar Jahren wieder die Verbindung zu meiner Intuition spürte und mich auch auf künstlerischer Ebene seit einiger Zeit wieder bewusst verbinde. So auch bei diesen Selbstportraits, die ich mit Bleistift und Aquarellfarben gemalt habe.

Ich erlaube mir, nicht perfekt zu sein. Wer ist das schon? Durch diese regelmäßige Übung verbinde ich mich ganz bewusst mit meiner Kreativität und vor allem auch mit der Facette von mir, die an dem Tag gesehen werden möchte. Kein Selbstportrait gleicht dem anderen und genau das macht es einfach so wunderbar.

Jedes Mal bringt es mir ein runderes, schmaleres oder schieferes Gesicht zu Tage. Farben die ich eigentlich gar nicht mag, möchten mit dem Pinsel aufgetragen werden und geben dadurch dem Moment eine Stimmung mit.

Malen ist wie zaubern können und das kannst auch du!

Kleine Übung - Verbinde dich mit deiner Kreativität

Für die intuitiv gemalten Selbstportaits mit Aquarell benötigst du nur einen *Bleistift in 2B, *Aquarellpapier, einen Pinsel, ein Wasserglas, *Aquarellfarbe und einen beliebigen Gegenstand den du in der Hand halten kannst. (*Affiliate-Links) Ich habe dafür einen Moosachat genommen, da ich gerne mit seiner Energie als Heilstein arbeite.

So geht`s:
Mini-Meditation: Schließe deine Augen und atme bewusst tief ein und aus. Wiederhole das ein paar Mal und halte dann z.B. einen für dich wichtigen Heilstein in der rechten Hand, führe diese zum Herz und lege die linke Hand darauf. Verbinde dich mit der Energie des Heilsteins und löse dann deine Hände von deiner Brustmitte, halte aber die Augen geschlossen.

• Greife nun nach dem Bleistift mit der linken Hand (wenn du Rechtshänder:in bist, ansonsten bitte andersherum) und fange an auf dem Papier ein Gesicht zu zeichnen. Versuche dich dabei völlig zu entspannen und einfach dein Herz durch deine Hand und den Bleistift mit dem Papier kommunizieren zu lassen.

• Lege den Bleistift zur Seite und betrachte das gezeichnete Gesicht. Bewerte nicht negativ, freue dich einfach über das was du siehst! :)

• Dann nimmst du dir den Pinsel und tunkst ihn in das Wasserglas, um die Farbpigmente deiner Aquarellfarben aufzunehmen. Versuche auch hier völlig frei von Regeln zu sein. Die Haare müssen nicht gelb oder braun sein, die Feinheiten im Gesicht dürfen lila oder grün betont werden. Alles ist erlaubt!

Fertig! Bedanke dich bei dir selbst für diese freie Kreativübung und freue dich über die Gestalt, die durch dich auf dem Papier zum Leben erweckt wurde.

Bei dieser Übung denke ich an mich
& meine Herzenswünsche.
Deswegen nenne ich sie Selbstportraits.

Meine Selbstportraits sind nicht nur Kreativübungen die mir die Möglichkeit geben mich mit meiner Intuition und der Kreativität zu verbinden oder sogar einfach nur ein paar neue Materialien, wie Aquarellpapier oder Aquarellfarben auszuprobieren. Nein, durch diese regelmäßige Übung schenke ich mir ein paar Minuten am Tag, in denen ich zur Ruhe kommen kann.

Du kennst vielleicht auch diese Momente am rauschenden Meer, mit dem Blick aufs Wasser, der Wind pfeift dir um die Ohren und deine Gedanken kommen zur Ruhe. Oder im Wald, wenn du ganz langsam deinen Lieblingswaldweg entlang schlenderst, jetzt im Herbst die Blätter dabei beobachtest, wie sie kreiselnd zu Boden rieseln und der wohlige Waldduft in deine Nase steigt.

Plötzlich kommen Antworten, auf deine Fragen… Klarheit oder Gegenfragen. Impulse, die dich der Lösung eines eigentlich so winzigkleinen Problems, welches in deinem Kopf größer war als es ist, näher bringen.

Das passiert, wenn du dich bewusst auf die magische Reise zu dir machst und deine Kreativität fließen lässt. Egal ob mit gemalten Selbstportraits oder beim Kuchen backen. Erkenne dich, deine Fähigkeiten und deine Bedürfnisse! Du bist einzigartig.

Kreative Grüße,
Julia

PS: Wenn du, inspiriert von meiner Kreativübung, ein Selbstportrait malst und auf Instagram postest, dann markiere mich doch bitte. Ich freue mich zu sehen, was aus deinem Herzen durch deine Finger auf das Papier kommen möchte! :)

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